Chassis mehrer Drohnen mit eingefalteten Armen

Ikarus: vom Prototypen zur Kleinserie

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Wir haben es geschafft! Zu Beginn letzten Jahres haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Winter 2018 eine Kleinserie unseres aktuellen Prototypen gebaut zu haben. 25 Drohnen, 25 Abschusseinheiten, 25 Rucksäcke. 25 mal steht unser Prototyp Ikarus nun in unserer Werkstatt, bereit für das große Abenteuer am Berg. Gemeinsam mit unseren Partnern und ausgewählten Testkunden wollen wir nun den März nutzen, um Feedback über Benutzung, Tragekomfort und Design zu sammeln.

Es ist vollbracht. Ikarus Nr. 25 wird feierlich zugeschraubt

Angefangen mit unserer Kleinserie haben wir mit den ersten Bestellungen im Oktober, pünktlich mit Beginn der Förderung InnoRampUp des IFB Innovationsstarter Fonds, der uns dieses Vorhaben dankenswerterweise finanziert. Markus und Daniel hatten die folgenden vier Monate alle Hände voll zu tun Zulieferer zu finden, Individual- und Serienteile zu bestellen, die Konstruktion noch so manches mal anzupassen (erst recht wenn Auftrag und Lieferung nicht übereinstimmten – eine sehr große Lehrstunde für uns alle) und dann im Akkord alles zusammenzubringen. Markus, bislang „Herrscher über unsere Produktentwicklung“, war in der Hochphase der Produktion nicht mehr oft im Büro zu sehen, sondern wachte mit dem zusätzlichen neuen Jobtitel „Herrscher über unsere Fertigung“ über zeitweise bis zu vier Monteure in der Werkstatt.

Unser Produktionsleiter Markus  kümmert sich liebevoll um Ikarus‘ Arme
Weitere Entwicklung neben der Serienfertigung

Währenddessen blieb die Entwicklung natürlich nicht stehen. Bis zu unserer internen Abnahme haben wir große Fortschritte in der Software gemacht. Ikarus meisterte Abschuss und Start schon im Sommer 2017. Seit Herbst hat er aber aufgrund des unermüdlichen Einsatzes von Mo auch die zuverlässige Verfolgung gelernt. Insbesondere die alpine Besonderheit einen Hang hinunterzufliegen bereitete lange Nächte für unseren Softwareentwickler. Besondere Hilfestellung diesbezüglich kam von unerwarteter Seite: die Hochwasserschutzanlagen Hamburgs wurden zu unseren nahegelegenen Ersatzalpen. Wenn Ikarus erfolgreich den Deich runterfliegt, fliegt er auch die Zugspitze runter. Unter dieser Devise konnten wir ihm manche Kinderkrankheit austreiben (und wie es so ist mit Kinderkrankheiten folgten natürlich auch prompt neue Herausforderungen).

Ikarus lernt Höhenunterschiede am Deich kennen

Die Erfahrungen aus der Produktion dieser Kleinserie haben uns wieder einmal die Überlegenheit des Prinzips „Learning by Doing“ klargemacht. In unseren Wochenabschlussmeetings hat uns eine neue Kategorie „Was habe ich diese Woche aus der Serienfertigung und Testkampagnenvorbereitung gelernt?“ begleitet. Die Ergebnisse würden ein Buch füllen, und der Vergleich zu unseren vorherigen theoretischen Überlegungen ist im Nachhinein durchaus erheiternd und sehr aufschlussreich.

Ikarus‘ Chassis und ein Blumenstrauß aus Kabeln

Wir freuen uns sehr auf die anstehenden Tests mit dem Lawinencamp Bayern und am Kitzsteinhorn Mitte März und werden ausführlich über unsere Erfahrungen berichten.

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